Sonntag, 13. März 2016

BE






Da denkt man an nichts Fälschliches, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem BE prangt.

Kürzlich lag eine dieser pseudokreativen Postkarten auf meinem Schreibtisch. Absender unbekannt. Bekannt ist lediglich die Headline:

„Accept what is, let go of what was and have faith in what will BE.

Hat den Hauch eines Kalenderspruches. Oder doch ein unbekannter Songtext?

So viel Fälschliches zu BE.





Donnerstag, 10. März 2016

WIRR






Da denkt man an nichts Siegreiches, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem WIRR prangt.

Vor ein paar Wochen hatte ich mal wieder Zeit, Borussia (siehe BMG) vor einem Beamer zu verfolgen – in einer Berliner Kneipe. Vor der Leinwand versammelten sich die Fans der Männerpille, am Tresen die Fans der Hopfenkaltschale.

Irgendwann wurde es dem Wirt zu bunt und er brüllte:

„Schluss jetzt! Ich schreibe nichts mehr an!“

Einer der scheinbaren Stammgäste am Tresen war etwas WIRR und doch schlagfertig:

„Und wie willst du dir das alles merken?!“

Die Bude bebte vor Lachen. Der Wirt konnte gar nicht so schnell zapfen, wie er wollte. Da konnten es die Fans der Alten Dame Hertha auch verschmerzen, dass sie gegen Gladbach untergingen.

So viel Siegreiches zu WIRR.





Montag, 7. März 2016

AN






Da denkt man an nichts Bleibendes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem AN prangt.

Supermodels und ihre zwitschernden Gedanken:

„The tANs will fade but the memories will last forever.“

So viel Bleibendes zu AN.





Freitag, 4. März 2016

HIN






Da denkt man an nichts Anderes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem HIN prangt.

Kommt mir eine legendäre Kampagne von TBWA für Apple in den Sinn: die THINk-Different-Kampagne mit u.a. Aldrin, Ali, Baez, Callas, Chaplin, Coppola, Davis, Dylan, Earhart, Edison, Einstein, Gandhi, Goodall, Graham, Henson, Hitchcock, Huston, King, Lama, Lennon, Mandela, Picasso, Robinson und Watson.

So viel Anderes zu HIN.





Dienstag, 1. März 2016

LEG






Da denkt man an nichts Tanzendes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem LEG prangt.

US-TV-LEGende David Letterman ist nicht mehr aufm Schirm, aber seine Sprüche hat man noch aufm Schirm. Beispiel gefällig?

Schwule dürfen jetzt auch ganz offen beim Militär dienen. Unser nächster Krieg könnte also ein Musical sein.“

So viel Tanzendes zu LEG.





Samstag, 27. Februar 2016

PIG






Da denkt man an nichts Einwandfreies, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem PIG prangt.

War vor ein paar Monaten zu Gast in einer WG, in der feuchtfröhliche Kartenspiele an der Tagesordnung waren. Das heißt, man spielt Karten und wird mit Hochprozentigem belohnt respektive bestraft.

Der Abend begann mit Poker, Mau-Mau, Canasta, Uno, Black Jack, Skip-Bo und endete mit dem MaximalPIGmentierten Peter – wie es einer der WG-Bewohner politically correct nannte. Die anderen nannten es schlicht und einfach Schwarzer Peter.

Zumindest hörte sich das Lallen eher danach an.

So viel Einwandfreies zu PIG.





Mittwoch, 24. Februar 2016

FÜR






Da denkt man an nichts Günstiges, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem FÜR prangt.

Bin ich an Wochenenden in Berlin am Start, nutze ich die öffentlichen Verkehrsmittel. Denn da ist das Unterhaltungsprogramm meist mit an Bord (siehe BUS, FREE, TÜR, WIR, MAXI, KULI, UND, OMI, HEIKE, MEINE, BOCK, AUF, LAUF und BEAM).

Und wenn dann noch vier Jugendliche über die Autokorrekturfunktion ihrer Smartphones palavern – erst recht.

Ein männlicher Teenie schoss gleich aus der Hüfte:

„Hier um die Ecke ist so ein Laden, da gibt es FÜR zehn Euro Freiverkehr.“

Jeder im Bus bekam sowohl große Augen als auch Ohren.

Gemeint war lediglich Freiverzehr.

So viel Günstiges zu FÜR.