Mittwoch, 11. Februar 2015

MAL






Da denkt man an nichts Endendes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem MAL prangt.

Vorletzte Woche verstarb die Trainer-Legende Udo Lattek im Alter von 80 Jahren. Er gilt als erfolgreichster Trainer Deutschlands – sammelte acht Meister-Titel, errang drei DFB-Pokal-Siege, holte jeweils einmal den Europapokal der Landesmeister, der Pokalsieger und den UEFA-Pokal.

Er stand beim DFB unter Vertrag, coachte den FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach (siehe BMG), FC Barcelona, FC Schalke 04, Borussia Dortmund und war Sportdirektor beim 1. FC Köln.

Lattek war nicht wirklich ein Freund der lösen Töne und haute gerne mal einen Spruch raus. Wie diesen über den Abschied von Ottmar Hitzfeld:

„Es ist ohne Zweifel so, dass Ottmar ein ganz großer Trainer ist. Ich war ein großer Trainer, er war es bis gestern auch. Aber um die Fakten MAL auf den Tisch zu legen: Ottmar ist siebenmal Deutscher Meister geworden, ich achtmal. Es ist schade, dass eine solch große Trainer-Persönlichkeit schon so früh abtritt. Aber ich bin auch froh, denn jetzt kann er mich nicht mehr einholen.“

So viel Endendes zu MAL.





Sonntag, 8. Februar 2015

PIRAT







Da denkt man an nichts Schenkelklopfendes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem PIRAT prangt.

Als Teilzeit-Texter musste man sich schon mal was anhören (siehe DELL, GUT, LAUS, FRAU, BUM, ARZTLOSE, MET und POL). Und das war weder witzig noch wurde es mit der Zeit besser.

Doch die beiden Chefs in der kleinen Berliner Agentur hatten und kannten kein Mitleid. Anregung gefällig?

„Warum berechnen PIRATen keine Kreise?
Weil sie Pi raten!“

Irgendwann legt sich das Hirn eben eine Firewall zu und das Trommelfell zusätzlich noch eine Schicht Hornhaut.

So viel Schenkelklopfendes zu PIRAT.




Donnerstag, 5. Februar 2015

BOS






Da denkt man an nichts Fruchtbares, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem BOS prangt.

Vor wenigen Tagen fiel mir ein Artikel einer Tageszeitung ins Auge.

„Während einer fünftägigen Klassenfahrt in BOSnien wurden gleich sieben Schülerinnen im Alter von 13 und 14 Jahren schwanger. Der delikate Vorfall löste eine landesweite Diskussion über die Sexualaufklärung im Land aus.“

Vater werden ist nicht schwer.

So viel Fruchtbares zu BOS.





Montag, 2. Februar 2015

FÜNF






Da denkt man an nichts Situationskomisches, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem FÜNF prangt.

Erinnert mich an ein Geschehnis vor einiger Zeit in einem HHer Supermarkt. Stand in der Schlange an der Kasse an, vor mir eine Frau mittleren Alters. Sie legte ihren Einkauf aufs Kassenband – bis auf die Getränke.

Vier Flaschen Wasser ließ sie im Einkaufswagen, eine stellte sie aufs Band. Als die Kassiererin, die Flasche scannen wollte, tönte die Kundin:

FÜNF Flaschen Volvic.“

Plötzlich brach in der Kassenzone lautstarkes Gelächter aus. Wieso? Die Dame mittleren Alters sagte nicht „Fünf Flaschen Wollwick“, sondern „Fünf Flaschen Wollwitsch“ – als wäre es ein Wässerchen aus Südosteuropa.

So viel Situationskomisches zu FÜNF.





Freitag, 30. Januar 2015

MAX






Da denkt man an nichts Süchtiges, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem MAX prangt.

Kürzlich fiel mir ein Zitat vom Schweizer Schriftsteller und Architekt MAX Frisch in die Hände:

Eifersucht ist Angst vor dem Vergleich.“

So viel Süchtiges zu MAX.





Dienstag, 27. Januar 2015

SO






Da denkt man an nichts Glubschiges, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem SO prangt.

Vor ein paar Wochen wurde ich Zeuge eines eigentlich alltäglichen Süßholzgeraspels in der Berliner S-Bahn.

Er zu ihr (zuckersüß):
„Du bist SO schön. Du hast so schöne große Augen. Wir könnten so schöne Kinder machen.“

Sie zu ihm (zuckersüß):
„Ja?!“

Er zu ihr (zuckersüß):
„Ich hätte nur Angst, dass unsere Kinder solche Özil-Augen bekommen könnten.“

Sie zu ihm (trocken):
„Arsch!“

Die übrigen Fahrgäste konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

So viel Glubschiges zu SO.





Samstag, 24. Januar 2015

DOM






Da denkt man an nichts Verhütendes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem DOM prangt.

Während meines ersten Lebens als Koch respektive Auszubildender im Ländle (siehe PIROL, TRIO, BBQ, ART, DUMM, BAY, ACH, HERR und COOK) hatte ich ja einiges erlebt. Dazu gesellten sich die Geschehnisse während des Blockunterrichts der Ausbildung.

Neben den Köchen waren natürlich auch Fleischer in der Berufsschule am Start. Im Gegensatz zu den aufstrebenden Jungköchen – auch Schürzenjäger genannt – waren die Metzger in spe doch ländlicher, bäuerlicher Natur. Und doch: Man tauschte sich aus, man piesackte sich, man schloss Freundschaften.

Für die Mittags-Verkostung hatten die Weißkittel täglich Leberkäse und Würstchen gezaubert, die Köche nichts.

Aufgrund einer verlorenen Wette musste ein Schlachter als Wetteinlösung, den Naturdarm (Saitling) eines Würstchens durch ein KonDOM ersetzen, mit Schweinefleisch füllen, garen und die Wurst mittags zum Verkauf anbieten.

Das Kondom hatte den Brühvorgang mit Bravour bestanden, doch der Metzgermeister hatte im Endeffekt das unübersehbare Unikat vor dem Verzehr aus dem Verkehr gezogen – mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

So viel Verhütendes zu DOM.