Freitag, 11. Dezember 2015

IRR






Da denkt man an nichts Verzierendes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem IRR prangt.

Ab September wird man in Läden und Supermärkten mit Spekulatius, Dominosteinen und Konsorten ja schon auf Weihnachten eingenordet. Ende November kommt die Deko-Arie hinzu.

Besonders die weibliche Zunft legt sich ins Zeug und schmückt, was das Zeug hält. Dass der Einsatz gerne zu hoch ist und der Spaß auf der Strecke bleibt, konnte ich kürzlich in einem oberfränkischen Bus vernehmen.

Drei ältere Damen unterhielten sich über die bevorstehenden Festtage und den folgenden Jahreswechsel. Schließlich machte sich eine der Damen über den Deko-IRRsinn Luft:

„Für das Geld, das ich in die Weihnachtsdekoration gesteckt habe, hätte ich mir Weihnachten auch schönsaufen können!“

Hört, hört!

So viel Verzierendes zu IRR.





Dienstag, 8. Dezember 2015

AM






Da denkt man an nichts Unterstützendes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem AM prangt.

Frauen haben ihre Ansichten und zwitschern sie gerne in die Welt hinaus:

„I AM not a shopaholic. I am helping the economy.“

So viel Unterstützendes zu AM.





Samstag, 5. Dezember 2015

RAP






Da denkt man an nichts Hitverdächtiges, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem RAP prangt.

Die Gangsta-RAP-Parodie „Ich hab Polizei“ von Jan Böhmermann geht gut ab. Hut ab!

So viel Hitverdächtiges zu RAP.





Mittwoch, 2. Dezember 2015

FORD






Da denkt man an nichts Prägendes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem FORD prangt.

Hab letztens von einer Verfolgungsjagd geträumt. Nicht irgendeiner, sondern der legendären Verfolgungsjagd aus „Bullitt“ mit dem ‚King of CoolSteve McQueen (siehe COOL). Bin morgens aufgewacht mit leicht flauem Magen, da ich als Beifahrer im 68er FORD Mustang Fastback fungierte.

Hat man ja auch nicht alle Tage.

So viel Prägendes zu FORD.





Sonntag, 29. November 2015

BEAM






Da denkt man an nichts Destilliertes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem BEAM prangt.

Fahr ich an Wochenenden mit dem Bus durch Berlin, gibt’s nicht nur was für die Augen (Bauwerke), sondern auch was auf die Ohren (siehe BUS, FREE, TÜR, WIR, MAXIKULI, UNDOMIHEIKE, MEINE, BOCK, AUF und LAUF).

Vor allem wenn sich vier Jugendliche an die Autokorrekturfunktion ihrer Smartphones machen und damit den Bus unterhalten.

Ein männlicher Teenie sprach in die Runde:

„Werde nie wieder Tim Beamte anfassen. Dreckstropfen.“

Die Teenager lachten auf, die übrigen Fahrgäste zogen nach.

Gemeint war selbstredend Jim BEAM.

So viel Destilliertes zu BEAM.





Donnerstag, 26. November 2015

GAG






Da denkt man an nichts Dialektisches, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem GAG prangt.

Neues von der fränkischen Front. Um die Sicherheitsschleusen eines großen Vereins zu passieren, benötigt man einen Ausweis. 

Fest angestellte Mitarbeiter besitzen selbstverständlich einen Mitarbeiterausweis, freie Mitarbeiter oder externe Dienstleister bekommen einen Tagesausweis. Ausgestellt und ausgehändigt von den Pförtnern.

Kürzlich stand am Empfang ein Asiate, der auf seinen Tagesausweis wartete. Das ließ einen der beobachtenden Pförtner zu folgendem GAG hinreißen:

„Herr Weng muss aweng warten!“

Die drei Pförtner hauten sich buchstäblich auf die Schenkel.

Für alle Nicht-Franken: Aweng ist fränkisch und heißt ein wenig.

So viel Dialektisches zu GAG.





Montag, 23. November 2015

MEGA






Da denkt man an nichts Bauschiges, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem MEGA prangt.

Vor ein paar Monaten hatte ich die Ehre, eine alleinerziehende Mutter nach Hause zu bringen. Als sie die Wohnungstür öffnete, traf sie der Schlag, bevor sie dunkelrot anlief.

Der Grund? Überall in der Altbauwohnung lagen Tampons herum – unbenutzte wohlgemerkt. Sie lief zunächst ins Badezimmer und kam mit einer leeren 50er-Box Tampons zurück. Ihr nächstes Ziel war das Kinderzimmer ihres 11-jährigen Sohnes. Dieser lungerte mit drei Freunden auf seinem Bett herum, hörte Musik und las Comics.

Als die Mutter ihren Sohn zur Rede stellte, gab er kleinlaut zu, dass die Jungs „Patronen“ für ihre Nerf MEGA benötigten. Schließlich reichten die Schaumstoff-Patronen nicht aus, um ein Battle mit vier Jungs ideal zu gestalten.

Glücklicherweise passten die Tampons exakt in die vorhandenen Plastikgewehre. Unglücklicherweise schmückten die Wattepfropfen jetzt die Wohnung und konnten für ihren eigentlichen Zweck nicht mehr genutzt werden.

Als kleine Strafe mussten die Jungs schlussendlich die rund 50 Tampons in diversen Farben und Muster bemalen, kennzeichnen, verzieren – für die nächste Schlacht.

So viel Bauschiges zu MEGA.