Dienstag, 8. November 2016

ICK






Da denkt man an nichts Kratzbürstiges, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem ICK prangt.

Als ich mit meinem Sohn (siehe HOSE, OPA, MIR, ABC, TOY und MILK) neulich bei unserem Stamm-Italiener einkehrte, begrüßte uns die Chefin – eine Mischung aus Sophia Loren und Gina Lollobrigida – ganz herzlich.

Zumindest meinen Sohn. Da wurde gescherzt und gedrückt – und schon vor der Hauptspeise wurde er mit einem Lolli abgespeist.

Einige Minuten nachdem wir Platz nahmen, verirrte sich ein jüngeres Pärchen in die Pizzeria und gesellte sich an den Nebentisch.

Irgendwie sprang der Funke zwischen dem deutschen Pärchen und der italienischen Mamma nicht über. Woran man das merkte?

Der junge Mann beugte sich zu seiner Angebeteten rüber und flüsterte etwas zu laut:
„ZICKige Italienerin?“

Seine Freundin erwiderte:
„Äh?!“

Der Charmeur weiter:
„Mozzarella!“

So viel Kratzbürstiges zu ICK.





Samstag, 5. November 2016

LIT






Da denkt man an nichts Vermischtes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem LIT prangt.

Flattert mir doch ein Bonmot des österreichischen Dichters Thomas Bernhard auf den Tisch:

„Die MentaLITät der Österreicher ist wie ein Punschkrapfen: außen rot, innen braun und immer ein bisschen betrunken.“

So viel Vermischtes zu LIT.





Mittwoch, 2. November 2016

GEH






Da denkt man an nichts Nahestehendes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem GEH prangt.

Werber sind ein lustiges Völkchen und nie um einen Spruch verlegen. Sei es in externen Meetings, in internen Runden, bei Präsentationen, auf Sommer- und anderen Festen, bei Award- und sonstigen Veranstaltungen wie auch bei zufälligen Treffen in den Nasszellen.

Da stockt mitunter nicht nur der Sprachfluss, sondern quasi auch der Urinfluss. Zum Beispiel, wenn sich ein junger Text-Praktikant mit dicker Hose und lockerer Zunge an die Pissoir-Reling stellt und tönt:

„GEH näher ran! Du weißt, der ist nicht so lang.“

Was hätte der männliche Monica wohl für Augen gemacht, hätte man sich gerade beim Wasserlassen zu ihm gewandt?

Hätte, hätte, Herrentoilette.

So viel Nahestehendes zu GEH.




Sonntag, 30. Oktober 2016

SONN






Da denkt man an nichts Zeitiges, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem SONN prangt.

Es ist mal wieder so weit: Heute werden die Uhren von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Doch wie, in welche Richtung – vor oder zurück?

Mit der Umstellung der Uhren ist es wie mit dem Thermometer: im Frühjahr plus und im Winter minus. Am letzten SONNtag im März werden die Uhren eine Stunde vor- und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurückgestellt.

Eine weitere Eselsbrücke? Stühle raus, wenn es wärmer wird – die Uhren werden vorgestellt. Stühle wieder rein, wenn es kälter wird – die Uhren werden zurückgestellt.

So viel Zeitiges zu SONN.





Donnerstag, 27. Oktober 2016

BIG






Da denkt man an nichts Schnellverzehrendes, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem BIG prangt.

Fast-Food-Fans lieben ihn für seine legendäre Sauce, für doppelt Fleisch samt Käsescheibe – den BIG Mac.

Der von McDonald’s kreierte Burger erfreut sich auch fast 50 Jahre nach seiner Einführung 1968 großer Beliebtheit.

Dennoch hat der Körper mit so einer Mahlzeit ordentlich zu tun. Der Blog fastfoodmenuprices zeigt, welche Auswirkungen der Genuss von nur einem Big Mac (oder einem vergleichbaren Burger) auf unseren Körper hat.

Nach zehn Minuten
Der Blutzuckerspiegel wird durch die 509 Kalorien, die ein Big Mac enthält, in die Höhe getrieben. Durch diese enorme Anzahl an Kalorien wird zudem das Belohnungszentrum im Hirn angeregt, das Glückshormon Dopamin auszuschütten.

Die Folge: Dadurch will man mehr und überfrisst sich.

Nach 20 Minuten
Zucker wird in die Blutbahn gepumpt, der Blutzuckerspiegel steigt weiter an. Die im Burger enthaltenen Zusatzstoffe Natrium und Maissirup entfalten ihre Wirkung und sorgen dafür, dass der Körper noch mehr essen will.

Natrium und Maissirup stehen im Verdacht, Krankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszulösen und zu fördern.

Nach 30 Minuten
Durch das Natrium wird man durstig. Der Mineralstoff regt außerdem das Herz dazu an, schneller zu schlagen. Das sorgt für einen erhöhten Blutdruck.

Nach 40 Minuten
Wieder hungrig? Durch den schlagartigen Anstieg des Blutzuckers und den darauffolgenden rapiden Abfall entsteht ein Hungergefühl – obwohl der Magen eigentlich voll ist.

Nach 60 Minuten
Durch den hohen Fettanteil von 26 g schafft der Körper es nicht, den Big Mac innerhalb der nächsten 24 Stunden zu verdauen.

Insgesamt braucht der Körper dem Blog zufolge mehr als drei Tage. Für die Verdauung der im Burger enthaltenen Transfette soll der Fleischkloß sogar mehr als 51 Tage benötigen.

Das Fazit ist nicht neu, nach diesen Erkenntnissen aber dennoch mahnend: Auf ständigen Burger-Verzehr sollte man – wie auch bei anderen Fast-Food-Produkten – verzichten oder sich zumindest des erhöhten Krankheitsrisikos bewusst sein.

So viel Schnellverzehrendes zu BIG.





Montag, 24. Oktober 2016

STAN






Da denkt man an nichts Legendäres, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem STAN prangt.

Sollte man einen kleinen Motivationsschub fürs Leben benötigen, braucht man sich nur noch mal die Rede von Steve Jobs an der STANford University zu verinnerlichen. Ein kleiner Auszug:

„Niemand stirbt gern. Selbst diejenigen, die in den Himmel wollen, möchten deswegen nicht sterben. Und doch ist der Tod unser aller Schicksal. Niemand entkommt ihm. Und so soll es auch sein, denn der Tod ist vermutlich die beste Erfindung des Lebens. Er ist der Motor des Wandels. Er räumt mit Altem auf, um Platz zu schaffen für Neues. Heute sind Sie das Neue, aber irgendwann werden Sie die Alten sein und abtreten. Entschuldigen Sie diese drastische Formulierung, aber so ist es nun einmal.

Ihre Zeit ist begrenzt, also vergeuden Sie sie nicht, indem Sie ein fremdbestimmtes Leben führen. Hüten Sie sich vor Dogmen, denn das heißt nichts anderes, als sein Leben an den Ansichten anderer Leute auszurichten. Sehen Sie zu, dass der Lärm fremder Meinungen nicht Ihre innere Stimme übertönt. Und vor allem: Haben Sie den Mut, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen. Die beiden wissen schon, was Sie wirklich werden wollen. Alles andere ist sekundär.

Bleibt hungrig, bleibt verrückt.“

So viel Legendäres zu STAN.





Freitag, 21. Oktober 2016

ZB






Da denkt man an nichts Flachsinniges, und dann das: Seh ich doch ein Nummernschild, auf dem ZB prangt.

In meiner Zeit als Textsöldner und Ideennutte in einer kleinen Berliner Werbeagentur (siehe DELL, GUT, LAUS, FRAU, BUM, ARZT, LOSE, MET, POL, PIRAT, NAH, INGE, LIFT und DAY) bekam ich ja einiges zu hören, was ich besser nicht hätte hören wollen.

Zum Beispiel (Abkürzung: Z.B.) brüllte einer der beiden Chefs quer durch die Räumlichkeiten:

„Wie heißt die beliebteste Kamasutra-Methode für Pedanten?“

Da keiner der Anwesenden die richtige Antwort parat hatte, kam sie prompt vom Chef:

„Die Richtigstellung!“

Sein lautstarkes Lachen machte den Witz nicht besser. Im Gegenteil.

So viel Flachsinniges zu ZB.